W.H. Hartmanns neuer Roman:
Der Streifen dazwischen
Eine Liebe. Ein Aufbruch. Ein Verlust.
Margit hat nie gelernt anzukommen. Nicht bei sich, nicht bei den anderen, am wenigsten bei ihrem Sohn, der seit dreizehn Jahren schweigt.
Sie ist Stationsschwester, in einem linken Elternhaus großgeworden, erschöpft von einer Arbeit, die sie nicht mehr trägt. Wolf ist Fotograf und sieht die Welt am liebsten durch sein Objektiv — auf Abstand, gerahmt, beherrschbar. Als ihre Wege sich spät kreuzen, entsteht etwas, das keiner von beiden mehr erwartet hatte: ein Raum für echte Nähe. Die Hoffnung, dass zwei Beschädigte einander halten können.
Doch die Vergangenheit reist mit. In Gesprächen, die kippen, in einem Riss, der tiefer reicht als jede Tagespolitik. Um ihm zu entkommen, wagen sie den radikalen Schnitt und fliehen nach Kapstadt. Ein neuer Anfang, weit weg von allem.
Dann, unter dem harten Licht der südafrikanischen Küste, an einem ganz gewöhnlichen Abend, klopft es an der Tür.
Was bleibt, ist eine Frau vor einem Formular, auf dem für sie keine Spalte vorgesehen ist — und ein Sohn, der kommt, weil sonst niemand da ist.
Ein leiser, psychologisch dichter Roman über die Nähe, die man nicht halten kann, und über die tiefste Distanz von allen - die zum eigenen Kind.
